| BARMER GEK kritisiert schwarz-gelbe Agenda |
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| Freitag, den 08. Januar 2010 um 11:47 Uhr | |
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Berlin (b-gek) - Beim neuen Marktführer im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung stoßen zentrale Reformvorhaben der schwarz-gelben Koalition auf Ablehnung. Nach Wahl der Führungsspitze in Berlin vermisst der neue Verwaltungsratsvorsitzende der BARMER GEK, Holger Langkutsch, einen fairen Interessenausgleich: "Warum sollen Arbeitgeber weniger beitragen, aber mehr mitsprechen?" Pläne zum Einfrieren des Arbeitgeberanteils und zur Ausweitung von Festzuschussregeln seien sozial unausgewogen. Der Solidaritätsbegriff von Union und FDP beinhalte, so Langkutsch weiter, einen erhöhten Selbstkostenanteil für Versicherte, aber weniger Kostenverantwortung für Arbeitgeber und Leistungserbringer.
Deutliche Kritik gibt es auch von der Vorstandsvorsitzenden der BARMER GEK, Birgit Fischer, die die Pläne für eine einkommensunabhängige Prämie verurteilt. "Die Kopfpauschale ist unfinanzierbar und ungerecht. Sie kostet mindestens 20 Milliarden Euro zusätzlich und macht 60 Prozent der Beitragszahler zu Sozialausgleichsempfängern." Die neue BARMER GEK werde sich der angekündigten Entsolidarisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens entgegenstellen. Auch im Bereich der Versorgung und Verträge gibt es Einwände. So sieht der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, die hausarztzentrierte Versorgung in einer Sackgasse und fordert die Wiederherstellung wettbewerbskonformer Grundlagen. Schlenker plädiert für dreiseitige Verträge zwischen Kassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Hausarztverbänden: "Dieses Zusammenspiel garantiert rechtssichere und finanziell ausgewogene Hausarztprogramme, die in die Gesamtbilanz der vertragsärztlichen Versorgung passen." (Pressemitteilung der Barmer GEK) |


